Überprüfung USt-ID-Nummern

Haben Sie auch mit innergemeinschaftlichen Lieferungen zu tun? Dann sollten Sie auch die Prüfung der USt-ID-Nummer bedenken.

Ab dem 1.Januar 2020 muss beim Vorliegen einer innergemeinschaftlichen Lieferung die Gültigkeit der USt-ID-Nummer des Abnehmers geprüft, erfasst und auf den Rechnungen ausgewiesen werden.

Die EU-Kommission hat bereits 2016 einen Aktionsplan beschlossen, welcher zu einem einfacheren und weniger missbrauchsanfälligen Mehrwertsteuersystem in der EU führen und die Mehrwertsteuer zudem an die Anforderungen der Globalisierung und Digitalisierung anpassen soll. Um erste Anpassungen zu erreichen traten am 1. Januar 2020 die sogenannten Quick fixes in Kraft.

Die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen unterliegt seit dem 1. Januar 2020 verschärften Voraussetzungen. Bis Ende 2019 reichte es aus, wenn der Verkäufer zeigen konnte, dass die Waren an einen Unternehmer geliefert wurden und den Ursprungsmitgliedsstaat verlassen haben.

Die materiellen Voraussetzungen für die Steuerbefreiung dieser Lieferungen umfassen nun auch das Vorliegen einer gültigen USt-ID-Nummer des Abnehmers. In der Praxis müssen Unternehmer nun die USt-ID-Nummern aller Abnehmer in ihrem System erfassen und auf den Rechnungen ausweisen. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass Zusammenfassende Meldungen für diese Lieferungen korrekt erfasst werden.

Es ist daher wichtig die USt-ID-Nummern in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel jährlich, zu kontrollieren. Hierfür sieht die EU das MIAS-System (MwSt-Informationsaustauschsystem) vor. Dies ist eine Plattform, die auf die Datenbanken der einzelnen Mitgliedsstaaten zugreift. Hier sollte der Unternehmer bei dem ersten Erhalt einer USt-ID-Nummer eines neuen Abnehmers zusätzlich zur Gültigkeit auch überprüfen, ob die angegebene Nummer zu Namen und Anschrift des Abnehmers passt. Bei den folgenden periodisch wiederkehrenden Kontrollen reicht dann eine Abfrage der Gültigkeit. Die Kontrollen sollten, zum Beispiel durch Speichern des angezeigten Ergebnisses, dokumentiert werden. Sofern keine gültige Umsatzsteuer-ID des Erwerbenden vorliegt, wird die innergemeinschaftliche Lieferung sofort steuerpflichtig. Bisher war es noch so, dass lediglich Geldstrafen fällig werden, wenn die Regelung nicht beachtet wird.

Sollte es hierzu Fragen geben würden wir uns freuen, Sie hierbei unterstützen zu können.

Arbeitnehmerentsendung in die Niederlande / A1 Bescheinigung

Denken Sie als Unternehmer auch an die A1 Bescheinigung, wenn Sie Mitarbeiter für ein Projekt oder einen Auftrag ins EU-Ausland versenden. Bei einer Entsendung muss der entsandte Mitarbeiter nachweisen, dass er in Deutschland bereits sozialversichert ist. Auch bei kurzen Arbeitnehmerentsendungen im EU-Ausland ist die A1 Bescheinigung erforderlich. Verschiedene Stellen sind in Deutschland für die Prüfung, ob während einer Entsendung in einem anderen Mitgliedsstaat weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften gelten, zuständig. Die gesetzliche Krankenkasse ist für die Prüfung der Mitarbeiter zuständig, die bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Seit dem 1. Juli 2019 sind die Anträge auf Ausstellung der A1 Bescheinigung elektronisch vorzunehmen.

Ab dem 01. März  2020 müssen Mitarbeiter, die in die Niederlande entsandt werden, auch über das digitale Meldesystem in den Niederlanden gemeldet werden.

Von dieser Meldepflicht in den Niederlanden gibt es für die gelegentliche Tätigkeiten Ausnahmen. Nähere Informationen zum Meldeverfahren finden Sie auf der nachfolgenden Homepage https://deutsch.postedworkers.nl/ . Über diese Seite erfolgt dann auch die digitale Meldung.

Fristen

Das Jahresende nähert sich und damit auch verschiedene Fristen zum Thema Steuern und Finanzen. Daher möchten wir gerne an die geänderten Fristen bei den Steuern erinnern.

Die Erklärungen zur Einkommensteuer, zur Körperschaftsteuer, zur Gewerbesteuer und zur Umsatzsteuer sind ab dem Jahr 2018 bis zum 31.7. des Folgejahres abzugeben. Ist ein Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärungen beauftragt verlängert sich die Frist bis Ende Februar des darauffolgenden Jahres, also für 2018 zum 29.02.2020. Somit wurde die Frist um zwei Monate nach hinten verschoben.

So sehr man sich über diese verlängerte Frist freuen kann, so sehr sollte man auch aufpassen diese nicht zu überschreiten. Denn für jeden angefangenen Monat, den die Steuererklärung zu spät ankommt, fällt ein Verspätungszuschlag an. Die Strafe kann sich auf bis zu 25.000 Euro summieren. Der Zuschlag liegt nicht mehr im Ermessen des einzelnen Bearbeiters im Finanzamt, sondern wird automatisch festgesetzt.

Wir haben vor kurzem erneut unsere Exact Online-Zertifizierung erhalten!

Dies bedeutet, dass wir unseren Mandanten verschiedene Wege anbieten können die Buchhaltung zu erfassen. Das Programm Exact Online ist eine internationale Finanzsoftware, durch die verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit unseren Mandanten bestehen. Mit Exact Online ist eine digitale Verarbeitung sowie ein ständiger Einblick des Mandanten in seine Zahlen möglich. Belege können digital an uns übermittelt und von uns in der Buchhaltung hinterlegt werden. So findet man zu jeder Buchung schnell den richtigen Beleg. Durch eine Zusatzfunktion, das Scannen und Erkennen, können sogar eingescannte Belege automatisch verarbeitet werden. Der Zugriff auf Exact Online erfolgt über das Internet, so dass man jederzeit und überall Einblick nehmen kann.

Wir können auch die Daten aus Exact Online zur Übertragung an das Programm Datev vorbereiten. Durch eine Export-/Importfunktion ist es so einfach möglich die benötigten Zahlen dem Steuerberater zur Verfügung zu stellen. Auch für Mandanten, die einen eigenen Kontenrahmen benutzen, können wir eine Überleitung zu dem vom Steuerberater genutzten Standardkontenrahmen erstellen.

Wir würden uns freuen, Sie hierbei unterstützen zu können.

 

Exact Online Zertifizierung

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Wir haben vor kurzem unsere Exact Online-Zertifizierung erhalten! Dies bedeutet, dass wir unseren Mandanten einen weiteren Weg anbieten können die Buchhaltung zu erfassen. Mit dem Programm Exact Online ist eine digitale Verarbeitung sowie ein ständiger Einblick des Mandanten in seine Zahlen möglich. Belege können digital an uns übermittelt und von uns in der Buchhaltung hinterlegt werden. So findet man zu jeder Buchung schnell den richtigen Beleg. Durch eine Zusatzfunktion, das Scannen und Erkennen, können sogar eingescannte Belege automatisch verarbeitet werden. Der Zugriff auf Exact Online erfolgt über das Internet, so dass man jederzeit und überall Einblick nehmen kann.

Haben Sie als Niederländischer Unternehmer in 2016 Rechnungen mit Deutscher Mehrwertsteuer bezahlt?

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Diese gezahlte Vorsteuer können Sie erstattet bekommen. Der Erstattungsantrag muss vor dem 01. Oktober 2017 beim Finanzamt eingegangen sein.

Unternehmer, die Rechnungen mit Mehrwertsteuer aus einem anderen EU-Land empfangen haben können sich diese erstatten lassen, wenn sie die unten genannten Voraussetzungen erfüllen. Der Erstattungsantrag kann bis zum 01. Oktober 2017 über die dafür eingerichtete Seite des Niederländischen Finanzamtes eingereicht werden.

Eine Erstattung der durch Sie bezahlte ausländischen Mehrwertsteuer kommt infrage wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

Ihr Unternehmen hat seinen Sitz in den Niederlanden
es besteht keine Umsatzsteuerschuld im entsprechenden Land
Sie verwenden die Waren oder Dienstleistungen für die die Rechnungen erstellt wurden für umsatzsteuerpflichtige Aktivitäten
Der Antrag für die Erstattung der deutschen Vorsteuer erfolgt über die Website des Niederländischen Finanzamts (www.belastingdienst.nl).

Wir können Ihnen gerne behilflich sein bei der Einreichung des Erstattungsantrages.